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PageFox

Die Geschichte von Pagefox für den C64

Pagefox erschien 1987 für den Commodore 64 und zählt bis heute zu den bekanntesten Desktop-Publishing-Programmen für diesen Heimcomputer. Entwickelt wurde es von Hans Haberl und veröffentlicht von der deutschen Firma Scanntronik. Für viele C64-Nutzer eröffnete Pagefox damals völlig neue Möglichkeiten: Statt einfache Texte nur zu schreiben und auszudrucken, konnten nun komplette Seiten gestaltet werden — mit Überschriften, verschiedenen Schriftarten, Grafiken, Rahmen und einem richtigen Layout.

Besonders beeindruckend war, dass Pagefox auf einem Computer lief, der ursprünglich vor allem als Spiele- und Heimcomputer bekannt war. Der C64 hatte nur begrenzten Speicher und eine einfache Grafikauflösung, doch Pagefox nutzte die vorhandene Technik sehr geschickt aus. Das Programm erschien als Steckmodul, wodurch es schneller startete und zusätzliche Möglichkeiten bot. Zusammen mit einem Drucker wurde der C64 damit zu einem kleinen Satz- und Gestaltungsstudio für zu Hause.

Mit Pagefox konnten Anwender Vereinszeitungen, Einladungen, Flyer, Briefe, kleine Broschüren oder Aushänge gestalten. Gerade in den 1980er-Jahren war das etwas Besonderes, denn professionelle Layout-Programme waren teuer und liefen meist auf deutlich leistungsfähigeren Computern. Pagefox brachte diese Art der Seitengestaltung in die Welt der C64-Besitzer und machte Desktop Publishing für viele erstmals erschwinglich und greifbar.

Auch heute hat Pagefox einen festen Platz in der Geschichte des Commodore 64. Es zeigt eindrucksvoll, wie kreativ Entwickler mit den technischen Grenzen der damaligen Hardware umgingen. Pagefox war mehr als nur ein Programm — es war ein Werkzeug, mit dem viele Nutzer ihre eigenen Ideen sichtbar machen konnten.

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